Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt und organisiert.
Teilnehmen darf jeder, der auf Facebook den Gewinnspielbeitrag kommentiert und seine Lieblingstomatensorte veröffentlicht. Ausgenommen sind Doppelteilnahmen unter verschiedenen Accounts.
Das Gewinnspiel beginnt am 26.02.2016, 17:00 Uhr und endet am 1. März 23:59.
Verlost werden 5 Gewinne: 1. Preis im Wert von 20€, 2. Preis im Wert von 12€, 3. - 5. Preis im Wert von 6€. Der Gewinner kann zwischen einem Einkaufsgutschein auf Tomaten und Anderes in diesem Wert oder einem Überraschungspaket wählen.
Die Gewinner werden dann am 2. März durch Ziehung von Zufallszahlen ausgelost.
Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass ihre Namen und ihre eingereichten Kommentare im Zuge der Gewinnermittlung auf Facebook veröffentlicht werden.
Veranstalter dieser Aktion ist Helmut Pummer von Tomaten und Anderes.
- der Teilnehmer verpflichtet sich, keine rechtswidrigen Inhalte zu posten.
- der Veranstalter behält sich das Recht vor, das Gewinnspiel anzupassen, zu ändern oder abzubrechen, falls die Notwendigkeit besteht.
- Persönliche Daten werden nur im Zwecke der Bestellung gespeichert und stehen in keiner Verbindung mit Facebook.
Die Anzucht und Pflege von Paprika und Chili Peppers
Aussaat und Pikieren
Um die Entwicklungszeit für das Reifen von Paprika und Chili Pepper zu berücksichtigen , müssen die Pflanzen in der Wohnung(oder in anderen hellen,warmen und geschützten Bereichen) ausgesät und vorgezogen werden. Verwenden Sie für das Aussäen eine gute Aussaaterde, vor allem eine solche welche beim Gießen nicht zusammenpappt und das Pikieren erschwert ,da dann die einzelnen Pflänzchen schwer zu trennen sind.
Ein günstiger Aussaat Termin ist so um die erste Märzwoche. Frühere Aussaaten benötigen viel mehr Fingerspitzengefühl für ein gesundes Heranwachsen und ungesunde Pflanzen kränkeln und haben zu wenig Widerstand gegen Pilzkrankheiten und Blattlausbefall. Ein späterer Anbau kann dazu führen , das die Früchte nicht mehr richtig ausreifen.
Bevor man den Aussaatvorgang beginnt , kann man die Samen in lauwarmen Kamillentee und/oder mit Wasser dem eine zerdrückte Knoblauchzehe beigefügt ist 8-24 Stunden vorquellen lassen. Damit sollten die Samen schneller keimen und einen gewissen Schutz gegen schädliche Keime im Saatgut oder in der Aussaaterde oder -töpfchen erhalten. Während Tomatensamen sehr schnell keimen und auch keine all zu große Temperaturansprüche stellen, sind Keimprobleme bei Chili und Paprika wesentlich größer. Paprika und die scharfen Chilis haben gerne höhere Temperaturen zum keimen. So an die 30° Celsius hätten diese schon gerne als Starttemperatur. Da Paprika und Chili Peppers meist doppelt so lange als Tomaten zum Keimen brauchen, kann es leicht passieren das die Temperaturen für eine Fäulnis bereits ausreichend hoch sind, aber nicht hoch genug zum keimen. So kommt es, wie es kommen muß, der Samen verfault ohne zuvor gekeimt zu haben. Daher kann das beschriebene Wässern mit Kamillentee oder Knoblauch Extrakt eine gewisse Erleichterung bei der Keimung bringen.
Verwenden Sie Aussaattöpfchen oder Aussaatschalen und streuen sie die flachen Samen auf feuchte Aussaaterde und bedecken sie die Samen mit einer leichten Schicht Aussaaterde .Halten sie die Erde dann bei einer Zimmertemperatur von 20-24oC feucht aber nicht nass. Dies erreichen Sie entweder durch Verwendung einer Sprühflasche zum Nachfeuchten , oder sie nehmen ein Minianzuchthaus mit Abdeckung , oder sie stülpen ganz einfach eine durchsichtige Plastiktüte über das Anzuchttöpfchen oder -schale.
Je nach Temperatur werden die ersten Pflanzen innerhalb von 7 - 21 Tagen erscheinen.
Danach muss die Abdeckung , falls verwendet , entfernt werden. Sie sollten jetzt etwas kühler gehalten werden und soviel Licht wie möglich erhalten. Das heisst desto heller um so höher kann die Temperatur sein.
Wenn sie zu warm bei zu wenig Licht gehalten werden "vergeilen" die Pflanzen. Mickrige , sich drehende lang schiessende Keimlinge sind ein Zeichen für ein Missverhältnis Temperatur/Licht.Das Licht-/Temperaturverhältnis ist besonders kritisch beim frühzeitigen Anbau im Januar/Anfang Februar wenn es noch viele trübe Wintertage gibt. Später ist es nicht mehr so kritisch.
Wenn ausser den Keimblättern ein weiteres Blattpaar sich entwickelt , können die Pflänzchen vereinzelt (pikiert) werden. Dazu verwendet man kleine Töpfe mit Bodenlöcher und als Substrat Blumenerde. Ich mische der Blumenerde noch etwa 25 % vom eigenem angesetzten Humus hinzu . Sobald es draussen deutlich über 5o C warm ist , können die Pflänzchen unter Beobachtung schon gelegentlich zum Abhärten ins Freie gebracht werden. Damit gewöhnen sich die empfindlichen Pflanzen an das rauhere Klima im Freien. Ab einer Höhe von etwa 10 cm braucht die Pflanze einen Stab zum Festbinden und als Stütze, da sie sonst bei windigen Wetter leicht abknicken kann
Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können die Pflanzen in ihr endgültiges Quartier im Garten versetzt oder als Kübelpflanze umgepflanzt werden. Im Kübel sollten Sie der Pflanze wenn sie üppig wachsen soll , mindestens 5 l Erde gönnen und es muss sichergestellt sein , daß das Pflanzgefäß durch Abflußlöcher eine ausreichende Drainage aufweist.
Auspflanzen im Garten oder im Pflanzgefäß am Balkon
Das Beet im Garten oder im Gewüchshaus sollte gut vorbereitet sein und es sollten für ein oder zwei Jahre weder Paprikagewächse ,Tomaten oder Auberginen angebaut worden sein . Da alle Nachtschattengewächse gerne warme Füße haben ,empfiehlt es sich unter dem Pflanzloch etwas halbverotteten Mist einzuarbeiten. Durch die Verrottung entsteht Wärme und das bekommt den Pflanzen. Zusützlich stehen viele Nährstoffe zur Verfügung. Es dauert einige Zeit bis sich das Wurzelwerk richtig ausbildet und man die Pflanze richtig wachsen sieht. Der Pflanzabstand sollte bei kleineren Chili Peppers ca. 50x50 cm betragen. Bei Paprika mit großen Schoten sollten es mindestens 75x75 cm sein. Engere Pflanzabstände führen dazu , das viele Schoten zu wenig Licht und Sonne bekommen und nicht richtig ausreifen können.
Wichtig ist auch das die Pflanzen Stützstäbe erhalten und festgebunden werden. Trotz des Anbindens sind die Pflanzen dankbar für einen Windschutz. Meine eigenen Versuche zeigten deutlich bessere Ernteergebnisse bei Pflanzen denen ich Windschutz (Eine 40 cm über den Boden ragende Plexiglasumrandung) angedeihen ließ.
Pflanzen die größere Schoten ausbilden , benötigen zusätzlich Stützhilfen um die schweren Schoten tragen zu können. Dies ist besonders wichtig , da die Zweige des Chili Peppers und Paprikas sehr spröde sind und leicht abknicken.
Für die Pflanzung im Pflanzgefäßen gilt sinngemäß das Gleiche. Es ist, da der Wurzelballen begrenzt ist , eine nahrhafte Pflanzerde (mit guter Wasserspeicherungsfähigkeit) zu verwenden.
Das größte Problem beim Anbau in Pflanzgefäßen ist für eine gute Bewässerung zu sorgen. Chili Peppers und Paprika mögen es nicht gerne trocken. Die Paprikafrüchte zählen neben Gurken und Auberginen zu den Pflanzen mit dem höchsten Wasserbedarf. Eine einzelne Paprikapflanze verdunstet bis zu 3 l Wasser am Tag. Daher muß regelmäßig gegossen werden ohne daß das Wasser im Bereich des Wurzelballens steht, da die Wurzeln bei einen überangebot von Wasser leicht faulen. Außerdem ist beim Gießen Sorge zu tragen das nur der Wurzelballen Wasser erhält und nicht das Blattwerk.
Es ist leichter im Beet für die richtige Bewässerung zu sorgen als im Pflanzgefäß . Ein ausgiebiges Mulchen (Rasenschnitt,Stroh,Laub etc.) verhindert ein Austrocknen im Wurzelbereich und hilft Verschlämmungen oder Ausspülungen bei schweren Regenfällen zu vermeiden. Dies ist bei Paprika/Chiliplanzen besonders wichtig , weil sie sehr flach und nicht tief wurzeln. Die Mulchschicht unterdrückt auch das Wachstum von Unkräutern und fördert das Bodenleben und eine lockere Struktur des Bodens.
Düngung und Ernte
Wenn es sich um einen guten humosen Boden handelt und bei der Auspflanzung Stallmist untergearbeitet wurde , ist eine weitere Düngung nicht mehr notwendig. Eine zu hohe Stickstoffgabe erhöht nur den Blattwuchs und verringert die Standfestigkeit beziehungsweise die Tragfähigkeit der Zweige. Im Zweifelsfall lieber weniger düngen als zuviel.
Da der Nährstoff bei den in Kübeln ausgesetzten Paprika-/Chilipflanze rasch ausgewaschen wird, ist laufend neuer Nährstoff zuzufügen.
Hat man alles beachtet, wird die Pflanze blühen und reichlich Früchte ansetzen. Nun liegt es hauptsächlich an der Sonne wie viele Früchte voll ausreifen. Manche Varietäten können sowohl reif als auch unreif geerntet werden , andere haben nur im reifen Zustand ihr besonderes Aroma. Die Reife ist meist an den Farbumschlag der Schoten zu erkennen. Der günstigste Erntezeitpunkt ist , wenn der Farbumschlag (meist von grün zu rot) erfolgt , da dies die Neubildung von Blüten anregt. Es entscheidet aber auch die Nutzung der Schoten (Frischverzehr , Einlegen, Verarbeitung zu Soßen,Trocknen und Mahlen, Saatgutgewinnung etc.). So wird man Schoten die man Trocknen oder als Saatgut verwenden will, so lang als möglich an der Pflanze belassen.
Achtung
Diese Seiten sind vorbereitet für die Einzelbeschreibung von Paprika- und Chilisorten.
Sobald ich das Grundgerüst der einzelnen Beschreibungen erarbeitet habe, werden diese Seiten 'nach und nach' gefüllt.
Chili- und Paprikabeschreibungen finden Sie zur Zeit nur im Minishop
Die Chili-Peppers und Paprikafrüchte sind besonders gesunde Schlankmacher. Es soll hier nun vom vielfältigen Gesundheitswert von Paprika- und Chili Pepperfrüchten berichtet werden. Die Capsicum Früchte (Chili Pepper,Paprika,Pepperoni) sind wahre Vitaminbomben.
Wussten Sie das 100g frische rote Chilis die doppelte bis dreifache Menge Menge an Vitamin C enthalten als 100g Zitronen. Eine Chili gegessen deckt den Vitamin C Bedarf eines Tages. Vitamin C ist vor allem -neben vielen anderen positiven Wirkugen- besonders dienlich zur Unterstützung des körpereigenen Immunsystems.
Die Paprikafrüchte (und damit auch Chili Peppers) enthalten zusätzlich grosse Mengen von Antioxidantien(sekundären Pflanzenstoffen) und schützen damit gegen freie Radikale welche die Zellen unseres Organismuses angreifen und dadurch zu einer schnelleren Alterung , zu Stoffwechselstörungen und Krebsbildung führen können. Als Antioxidantien sind unter anderen Vitamin C , Vitamin E und Carotinoide bekannt. Hier wiederum haben die Capsicum Früchte einen Carotin-Gehalt der höher als der von Karotten ist.
Das im Chile Pepper enthaltene Capsacain ist gesundheitsförderlich da es durch die Anregung des Speichelflusses und der vermehrten Bildung von Magensäften die Verdauung fördert, weil man mit geringeren Mengen von Salz beim Würzen,bei der Verwendung von Chili , für einen guten Geschmack auskommt ist es gut für Bluthochdruck Patienten oder anderen Personen welche eine kochsalzarme Diät einhalten müssen.
Siehe auch Hot&Healthy - Vital und fit durch scharfe Gewürze
Die nachfolgende Tabelle der Inhaltsstoffe von Capsicum Früchte kann nur Anhaltswerte liefern.Die Werte schwanken nicht nur von Sorte zu Sorte , sondern auch vom Reifegrad(und der Farbe). So enthalten vollreife rote Paprika-/Chilifrüchte bis zu 400mg Vitamin C pro 100 g Fruchtfleisch, wobei die gleiche Art grün geerntet nur um 120mg Vitamin C pro 100g Fruchtfleisch enthält. ähnliches gilt auch für die sekundären Pflanzenstoffe wie Carotinoide und Flavonoiden. Je röter , durchgefärbter und reifer die Frucht desto größer der Anteil an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen.
Capsicum Früchte enthalten auch eine eine Vielzahl wertvoller Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor.
100 g Paprika-/Chilifrüchte (roh - unverarbeitet) enthalten etwa:
- Energie: 20 kcal
- Eiweiss: 1,2 g
- Fett: 0,3 g
- Kohlenhydrate: 3,1 g
- Ballaststoffe: 2,0 g
- Natrium: 2 mg
- Kalium: 213 mg
- Kalzium: 10 mg
- Magnesium: 12 mg
- Phosphor: 26 mg
- Eisen: 0,7 mg
- Vitamin A: 100 µg
- Vitamin E: 3,1 mg
- Carotinoide: 30 mg
- Vitamin B1: 0,07 mg
- Vitamin B2: 0,05 mg
- Niacin: 0,4 mg
- Vitamin C: 140 mg
- Folsäure: 18 µg
Aufgrund dieser einzigartigen Zusammensetzung werden den obendrein auch noch cholesterinfreien Chilis seit langem viele gesundheitsfördernden Wirkungen zugeschrieben. Sie sind gut für Augen und für Herz, helfen gegen Arthritis, Arteriosklerose und Rheuma, töten Bakterien ab, stärken das Immunsystem und senken das Krebsrisiko. Doch die Sache hat einen Haken,bei der Schärfe der Chilis ist es schwierig entsprechende Mengen zu essen um zum vollen Genuss der gesundheits-positiven Wirkungen zu kommen. Aber zum Glück gibt es ja auch milderen Gemüsepaprika, den man leichter in größeren Mengen verzehren kann
Ein Thema das sich aufdrängt ist die Schärfe der Chilis und das Vorurteil vieler "was so scharf ist kann doch gar nicht gesund sein". Viele meinen Sie haben einen empfindlichen Magen und essen zur Schonung desselben nichts Scharfes. Leider enthält diese Meinung meist viel Vorgefasstes und beruht selten auf belegbare Tatsachen. Daher möchte ich in diesem Bericht erzählen, was Fachleute dazu sagen, die es wissen müssen.
Was macht die Chilis (Pepperoni) so scharf ?
Für die Schärfe ist vor allem der Stoff Capsaicin verantwortlich welcher hauptsächlich in den Samenkernen und den Scheidewänden abgelagert wird. Die Schärfe wird mit der nach oben offenen Scoville Skala bestimmt und danach in 10 Schärfestufen eingeteilt.
Der übliche Gemüsepaprika hat einen Schärfewert 0, milder Pepperoni etwa 1. Pasilla und Guajillo können je nach Sorte und Bedingungen einen Schärfewert von 3 erreichen. Jalapenos sind für unsere Gaumen mit einen Schärfewert von 5 schon an der Grenze des Erträglichen (vor allem für ungeübte Gaumen). Lemon Drop hat einen Schärfewert von 7 , Cayenne Pfeffer hat einen Schärfewert von 8 und die schärfsten Varianten mit einen Schärfewert von 10 sind Habanero und Scotch Bonnet die das Prädikat teuflisch scharf wahrlich verdienen.
Für Anfänger werden Chilis nur höllisch scharf empfunden.Jedoch die Schärfe kann unterschiedliche Nuancen haben. Bei manchen Sorten entwickelt sich die Schärfe harmlos auf der Zungenspitze und etwas feuriger an den Seiten der Zunge bei anderen Sorten wieder explodiert die Schärfe geradezu so das einen die Luft wegbleibt. Die Schärfe kann schnell verschwinden oder lange in gleicher Intensität anhalten. Es gibt Sorten die exotisch fruchtig schmecken (z.Bsp. Criolla Sella) wodurch die Schärfe angenehmer empfunden wird.
Das Capsaicin -ein Alkoloid- wirkt auf die Nervenzelle welche dem Körper eine Verbrennung(Hitze) melden, obwohl die Verbrennung nur durch das Capsaicin vorgetäuscht wurde. Das bewirkt dann die Ausschüttung von körpereigenen Opiaten, den sogenannten Endorphinen - Stoffe, die uns so richtig zufrieden und euphorisch machen.

Schadet der scharfe Chili dem Magen
Obwohl die Meinungen geteilt sind, gibt es viele Berichte die bestätigen das durch die Schärfe von Capsaicin der Speichelfluß angeregt wird, welches sich positiv auf die Verdauung auswirkt. Der Scharfmacher aktiviert außerdem Verdauungssäfte im Magen, fördert die Magendurchblutung und macht so schwere Kost leichter verdaulich. Eine Untersuchung zeigt das die scharfen Chilis sogar therapeutisch bei Magenbeschwerden eingesetzt werden können.
Außerdem wirkt Capsacain keimtötend , in einer Studie wird nachgewiesen das durch die Verwendung von Chili und Paprika Hackfleisch bis zu 4 mal länger haltbar ist.Unstrittig ist: Chili regt " in welcher Darreichungsform auch immer " den Appetit an. Manche essen scharfe Chilis zur Vorbeugung von Magengeschwüren.
Außerdem haben Chilis wenig Kalorien und viele Ballaststoffe. Das "Capsaicin" fördert zusätzlich Stoffwechsel, und " wenn man so will " scharf macht so auch schlank.
Allgemeines/Arten

Man sollte es nicht für möglich halten aber es werden Jahr für Jahr über vier Millionen Tonnen Chili Peppers (die Verwandten von Paprika und Pfefferoni) geerntet. Vergleichsweise wird die weltweite Ernte von schwarzen Pfeffer auf weniger als 200.000 Tonnen geschätzt.
Mehr als ein Viertel der Menschheit verfeinert das Essen mit Chili. Besonders in Mexiko , Südamerika und im Fernen Osten ist der Chili Pepper sehr gefragt. Obwohl auch in unseren Breiten immer mehr Menschen die Verwendung von Chili schätzen gelernt haben , sind wir noch weit davon entfernt ein wesentlicher Konsument der vier Millionen Tonnen Chili zu sein. Aber es gibt immer mehr Liebhaber in unseren Breiten die den Kick bei dem Genuss von besonders scharf gewürzten Speisen schätzen.

Inzwischen hat sich eine ganze Kultur -für scharfe Sossen- hauptsächlich mit Chili Peppers als Ausgangsbasis entwickelt. In den Vereinigten Staaten soll es bereits tausende Zubereitungen solcher Sossen geben mit unterschiedlicher Schärfe, Geschmacksrichtungen und Aromen. Eine der ältesten und berühmteste Soße ist wohl die vor 130 Jahren in Lousiana vorgestellte Tabasco Sauce die auch heute noch Bestandteil eines gut bestückten Gewürzschrankes ist. Inzwischen ist auch ein gewisser Wettlauf eingetreten , wer die schärfsten Varianten dieser Sossen anbieten kann. Es gibt aber auch viele Sossen die man nicht nur wegen der Schärfe sondern auch wegen Ihrer besonderen Aromen verwendet. Jeder kann hier für seinen Geschmack fündig werden oder seine eigene Sosse aus selbst angebauten Chili-Pepper mit anderen Zutaten komponieren. Die Chili Peppers muß man nicht unbedingt nur in Sossenform verwenden. Sie können auch frisch, gefüllt oder in öl oder sauer eingelegt verzehrt werden. Man kann auch pikante Trockengewürze und Gewürzpasten herstellen. Bei der Verarbeitung der schärfsten Varianten ist das Anlegen von Handschuhen angebracht und auch Vorsorge zu tragen das die Augen geschützt werden(Staubvermeidung)
Namensverwirrung rund um den Chili-Pepper
Die Chili-Peppers stammen aus Mittel- und Südamerika und wurden dort als Kulturpflanze genutzt. Die Seefahrer brachten diese Gewürzpflanze nach Europa. Columbus und Kumpanen haben sich nicht nur geirrt. was sie entdeckt haben, sie glaubten in Indien gelandet zu sein und nannten daher die Ureinwohner Indianer. Auch beim Chili-Pepper glaubten sie das die scharfen Früchte eine besondere Pfefferart sei und nannten die Pflanze und die Früchte Pfeffer. Das tut man auch heute noch im deutschen Sprachgebrauch . Man nennt beispielsweise das gemahlene Pulver des Cayenne Chilis - Cayenne Pfeffer. In Wirklichkeit handelt es sich beim Chili-Pepper um Früchte von der Pflanzengattung Capsicum die mit der Pfefferpflanze Piper nigrum nicht verwandt ist.
Zusätzlich haben sich regional verschiedene Bezeichnungen entwickelt. Ein weiterer Grund zur Verwirrung liegt in der Tatsache das sich die Arten der Capsicum Familie sehr leicht verkreuzen und es schwierig ist , das Ergebnis der Kreuzungen artmäßig zuzuordnen.
Es gibt etwa 30 Arten in der Gattung Capsicum, von denen heute meist nur fünf Arten mit zahlreichen Kultursorten kultiviert werden.
Kurzbeschreibung der einzelnen Capsicum Arten
- Capsicum annuum
Die weißen Blüten sitzen meist auf Stengelknoten und die Früchte entwickeln sich zumeist herabhängend. Fast alle Gemüsepaprikas gehören zu dieser Art, aber auch sehr scharfe Vertreter wie Serrano und Cayenne sind in dieser Art vertreten. Die Bezeichnung annuum suggeriert eine Einjährigkeit der Pflanzen, aber viele dieser Artsorten lassen sich problemlos überwintern und mehrjährig beernten - Capsicum baccatum
Die Artbezeichnung bedeutet "beerenartig" doch kommen auch andere Fruchtformen bei dieser Art vor. Die Pflanzen dieser Art sind sehr kältetolerant bis zu 0° C.
Die Blüten sitzen einzeln auf Stengelknoten. Die Basis der Blütenblätter sind gelb oder grün gescheckt, die Adern am Kelch sind zu Zähnen verlängert. Die Früchte dieser Art haben ein fruchtig, exotisches Aroma. Bekannte Sorten dieser Art sind Criolla Sella, Lemon Drop und Glockenpaprika. - Capsicum chinense
Bei dieser Art bilden sich pro Knoten 2 bis 5 Blüten, diese sind entweder aufrecht oder hängend, die Blütenblätter sind weiß bis grünlich-weiß. Zwischen Kelchbasis und Blütenstiel Befindet sich eine Einschnürung.
Diese Art bringt die schärfsten Chile Peppers hervor (Habanero, Scotch Bonnet u.a.). Trotz des Namens stammen diese Sorten nicht aus China sondern aus Mittel- und Südamerika. - Capsicum frutescens
Typisch für diese Art sind die stets aufrecht an der Pflanze stehenden Blüten und Früchte. Die Blüten sitzen einzeln, selten zu zweit am Trieb. Der Kelch ist leicht gezähnt und weist keine ringförmige Verdickung am Blütenstielansatz auf. Die Bezeichnung frutescens weist auf das strauchförmige Wachstum hin. Die bekannteste Sorte dieser Art ist Tabasco und nach dieser Sorte ist auch die weltbekannte Sosse benannt. - Capsicum pubescens
Auffallende Merkmale sind die behaarten Blätter und die violetten Blüten mit weißem Zentrum. Der Kelch ist gezähnt, pro Knoten wächst nur eine Blüte, die Frucht hängt herunter.
Als einzige der Gattung Capsicum hat diese Art braun-schwarze Samen. Die Pflanzen vertragen Temperaturen bis - 5°C . Typische Vertreter der auch Baumchilli genannter Art sind Rocoto Manzano Rojo und Rocoto Chile de Seda
Aus der vorausgegangenen Beschreibung läßt sich eine Zuordnungs-/Erkennungshilfe erstellen. Allerdings kann diese nur als Grobeinteilung dienen. Es ist außerordentlich schwer alle Sorten die angeboten werden, einer Art zuzuordnen. Erschwerend für die Zuordnung kommt dazu, das außer der Art Capsicum pubescens sich alle anderen Arten über die Artgrenzen hinweg sich verkreuzen können.
Einteilung der Capsicumarten nach den Blüte/Samen Merkmalen
