Die Anzucht und Pflege von Tomaten

Auspflanzen im Garten oder im Pflanzgefäß am Balkon

Das Beet im Garten oder im Gewächshaus sollte gut vorbereitet sein . Da alle Nachtschattengewächse gerne warme Füße haben , empfiehlt es sich unter dem Pflanzloch etwas halbverotteten Mist einzuarbeiten. Durch die Verrottung entsteht Wärme und das bekommt den Pflanzen. Es dauert einige Zeit bis sich das Wurzelwerk richtig ausbildet und man die Pflanze richtig wachsen sieht. Der Pflanzabstand sollte bei Tomaten ca. 75x75 cm betragen. Engere Pflanzabstände führen dazu , das viele Früchte zu wenig Licht und Sonne bekommen und nicht richtig ausreifen können. Außerdem wird bei höheren Abständen auch die Gefahr von Pilzkrankheiten an der Tomatenpflanze verringert.

Wichtig ist auch das die Pflanzen Stützstäbe erhalten und festgebunden werden. Die notwendige Länge dieser Stäbe hängt von der Sorte ab . Es gibt hochwachsende Sorte wie beispielsweise die Weißbehaarte die über 3m hoch werden können.

Weissbehaarte

Bei diesen Länge müssen die Stäbe gut verankert werden um das Gewicht der Tomaten zu tragen und Wind und Wetter standzuhalten. Es gibt auch im Gartenhandel sogenannte Tomatenspiralen in verschiedenen Längen in denen der Hauptstamm innerhalb der Spirale geführt wird. Für viele Tomatensorten ist die Spirale praktisch einzusetzen. Manche Sorten aber , wie beispielsweise Shimmeig Creg oder Grünes Zebra , lassen sich durch Tomatenspiralen schlecht bändigen

Neben des laufenden Festbindens des Hauptstammes oder das Leiten des Stammes innerhalb der Tomatenspirale , ist die wichtigste laufende Pflegemaßnahme das laufende Entgeizen der Nebentriebe. Damit ist das Entfernen der Achseltriebe gemeint , die zwischen Stamm und Zweigansatz hervorsprießen. Man sorgt dadurch das es nur einen Haupttrieb gibt , ansonsten wuchert die Pflanze so auseinander das die Früchte wenig Licht bekommen und die Feuchtigkeit (Regen , Tau) langsam abtrocknet. Viel Nässe und Feuchtigkeit auf den Blättern ist der Hauptauslöser für Pilzkrankheiten an der Pflanze. Manche Tomatenliebhaber bringen sogar ein Dach über die Pflanze an um Regen abzuweisen.
Für die Pflanzung im Pflanzgefäßen gilt sinngemäß das Gleiche. Es ist, da der Wurzelballen begrenzt ist , eine nahrhafte Pflanzerde (mit guter Wasserspeicherungsfähigkeit) zu verwenden.
Das größte Problem beim Anbau in Pflanzgefäßen ist für eine gute Bewässerung zu sorgen. Tomaten verdampfen entsprechend der Größe viel Wasser. Noch wichtiger als die Frage , ob man die Pflanze reichlich oder sparsam gießt , ist die Gleichmäßigkeit bei der Wasserzufuhr. Die Pflanze lernt mit viel als auch mit wenig Wasserzufuhr zu leben. Schlimm wird es nur wenn man das ändert. Gießt man plötzlich mehr beginnen die Früchte aufzuplatzen. Gießt man plötzlich weniger , neigen die Pflanzen zur Blütenendfäule , da die Früchte plötzlich nicht mehr den gewohnten Nährstoffstrom erhalten . Außerdem ist beim Gießen Sorge zu tragen das nur der Wurzelballen Wasser erhält und nicht das Blattwerk.

Es ist leichter im Beet für die richtige Bewässerung zu sorgen als im Pflanzgefäß . Ein ausgiebiges Mulchen (Rasenschnitt,Stroh,Laub etc.) verhindert ein Austrocknen im Wurzelbereich und hilft Verschlämmungen oder Ausspülungen bei schweren Regenfällen zu vermeiden . Die Mulchschicht unterdrückt auch das Wachstum von Unkräutern und fördert das Bodenleben und eine lockere Struktur des Bodens.

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